Metatop unterstützt das Kinderzentrum "Nadeshda" in Weißrussland
Mensamodernisierung von "Nadeshda" hat begonnen
Seit 2008 unterstützt Metatop das Kinderzentrum in Weißrussland. Nadeshda ist eine Rehabilitations- und Erholungseinrichtung für Kinder und Jugendliche in Weißrussland, die von den Folgen der Reaktorkatastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl betroffen sind.
Internationale Hilfe für Nadeshda
"Auf Initiative eines langjährigen Partners, ein weltweit führendes Sportartikelunternehmen, sind wir 2008 auf das Kinderzentrum in Weißrussland aufmerksam geworden und waren ebenfalls sofort bereit, uns für die Kinder und Jugendlichen einzusetzen", erinnert sich Metatop Geschäftsführer Siegmar Läpple an die Anfangszeit der Unterstützung. Mit Hilfe zahlreicher internationaler Spenden, finanzieller und materieller Art, sollte die dringende Mensamodernisierung bis zum 15. Jahrestag der Eröffnung des Kinderzentrums Nadeshda im September 2009 bewerkstelligt werden.
Ungeahnte Verzögerung und Kostensteigerung
Aufgrund ungeahnter technischer Mängel der bestehenden Mensa wurde vor der eigentlichen Erweiterung eine Grundsanierung des vorhandenen Gebäudes nötig und somit verzögerte sich die ursprüngliche Planung. "Infolge der zusätzlich anfallenden Bauarbeiten verdoppeln sich die zu erwartenden Kosten für das Mensaprojekt von etwa 300.000 Euro auf voraussichtlich 600.000 Euro", berichtet Dr. Astrid Sahm, Vorsitzende des ATV, des deutschen Hilfsvereins, in einem Rundschreiben an alle Spender, Gönner und Unterstützer des Kinderzentrums.
Am 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe 2011 ist die Eröffnung geplant
Um die bereits eingegangenen Spenden sinnvoll einzusetzen, haben die Verantwortlichen eine schrittweise Umsetzung des Mensaprojekts geplant. Die Küchenräume sowie der Personalraum wurden bereits erweitert, die sanitären Anlagen modernisiert und die behindertengerechte Toilette eingebaut. Dadurch wurden die Arbeitsbedingungen wesentlich verbessert und auch die Integration von behinderten Kindern im Zentrum ermöglicht. Die zweite große Etappe sieht 2010 die Modernisierung des Daches sowie der technischen Belüftungs- und Kanalisationsanlagen und Stromanschlüsse vor.
"In 2011, dem Jahr des 25. Jahrestags der Katastrophe von Tschernobyl, wollen wir schließlich den bestehenden Speisesaal erweitern. Neben Spenden werden wir versuchen, hierfür auch Zuschüsse von Stiftungen und des belarussischen Staates zu erhalten", hofft Dr. Astrid Sahm auf die nötige Unterstützung in den kommenden Monaten und Jahren.
Wissenswertes über "Nadeshda"
Die Strahlung lässt sich nicht vertreiben
Nadeshda kommt aus dem Russischen und steht für Hoffnung. Hoffnung, die für mehr als 20.000 Kinder seit der Eröffnung des Kinderzentrums in Erfüllung gegangen ist. Denn auch 23 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in der benachbarten Ukraine leiden die Menschen und vor allem die Kinder und Jugendlichen noch immer unter den Spätfolgen. 70 Prozent der radioaktiven Strahlung sind damals in Weißrussland niedergegangen auf ein Viertel der Bevölkerung, unter ihnen über 500.000 Kinder. Die Radioaktivität ist allgegenwärtig und zerstört in ihren jungen Körpern das Immunsystem. Harmlose Kinderkrankheiten werden zur Katastrophe, Leukämieerkrankungen und Fälle von Schilddrüsenkrebs sind seitdem dramatisch gestiegen.
Mit Nadeshda keimt für diese Menschen ganz viel Hoffnung
Mittlerweile erholen sich jedes Jahr rund 5.000 Kinder und Jugendliche im Kinderzentrum. Nach dem vierwöchigen Aufenthalt in Nadeshda ist das Immunsystem der Kinder nachweislich deutlich gestärkt. Die Kinder können für einige Wochen ihr Leben ohne Angst vor der Strahlung leben, sauberes Wasser trinken und gesundes Obst und Gemüse essen.



